Eine bedeutende Rolle in diesem Wandel spielten Inspirationen aus Strömungen der modernen japanischen Keramik. Diese repräsentierten keinen einheitlichen Stil, sondern zwei unterschiedliche Denkrichtungen. Die erste war die Mingei-Bewegung, die die Wertschätzung des Materials, die Funktionalität und die Schönheit des traditionellen Kunsthandwerks betonte. Die zweite war die Avantgarde-Gruppe Sōdeisha, deren Mitglieder bewusst auf die Nützlichkeit von Keramikgefäßen verzichteten und begannen, nicht-utilitaristische, gebrannte Objekte herzustellen. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf den direkten, haptischen Kontakt mit dem Ton und die Betonung seiner physikalischen Eigenschaften anstelle von Dekoration.
Viele der in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler greifen auf japanische Ästhetik und Lebenswelten zurück. Für einige, wie Elina Sorainen, Aisaku Suzuki, Michael Moore und Marie Bofill, wurzelt diese Verbindung in persönlichen Erfahrungen (sei es akademischer oder beruflicher Natur). Bei anderen treten diese Elemente eher indirekt, im Kontext breiterer internationaler Trends, in Erscheinung. Obwohl die Ausstellung scheinbar unabhängige Werke umfasst, dienen die Bezüge zur modernen japanischen Keramik als Inspirationsquellen und ermöglichen es uns, die Betonung von Materialität und Prozess in der Keramikgestaltung zu verstehen. Es ist dieser Bezug zu Materialität, Körperlichkeit und dem Schöpfungsprozess, der eine der Entwicklungslinien der modernen Keramik weltweit darstellt, der die Ausstellung „Porta Ceramica“ folgt.

Diese Seite wurde teilweise von Google übersetzt